2. Liga - Saison 2006 / 1

Freude im Breisgau und in Skandinavien

Freiburg ohne Probleme wieder erstklassig
Im Breisgau wurde nur noch die Pflicht erfüllt: 10 Punkte in den letzten fünf Spielen war nicht wirklich sensationell, aber für einen 7-Punkte-Vorsprung auf Platz zwei und 12 Punkten zu einem Nichtaufstiegsplatz hat es problemlos gereicht. Ich gratuliere hiermit Ralf Schönfeld zu einer Spitzensaison und dem direkten Wiederaufstieg.

Zauberhaftes Skandinavien
Wer hätte das am Ende noch gedacht? Zwar war Herfölge 12 Tage lang Spitzenreiter der Liga 2, aber am Ende hatten doch alle eher auf die effizienteren Clubs gesetzt. Denn Herfölges Resourcen waren schon lange nicht mehr die besten. Aber irgendwie schaffte Christian Ohage es, den zweiten Platz über die Spieltage zu halten und legte nun einen warhaft zauberhaften Endspurt hin: 12 Punkte mit 11 Toren in den letzten fünf spielen mit den beeindruckenden Ergebnissen 5:4, 1:0, 3:1 und 2:1. Vor allem das 5:4 gegen den direkten Konkurrenten La Coruna war ein entscheidendes Ergebnis. Vermutlich waere Herfölge im Falle einer knappen Niederlage aber doch aufgestiegen und Bodö-Glimt wegen des schlechterem Torverhältnis in der Zweiten geblieben. Aber hier zeigt sich wieder die skandinavische Teamarbeit. Denn auch die Norweger von Stefan Unger legten einen fabelhaften Endspurt mit 12 Punkten und den Ergebnissen 3:2, 4:3, 3:0 und 6:4 hin. Das 3:2 gegen den bisherigen Platz-3-Besetzer Martin Schulz von Knatterätä war hier ein Schlüsselergebnis. Also auch herzlichen Glückwunsch an Herfölge und Bodö-Glimt für den Auftstieger, auch wenn die Zweite damit zwei ihrer Stammclubs verliert.

Lange Gesichter in La Coruna und Rejkjavik
Lange sah es aus, als könnte Hubert Burger Deportivo La Coruna dorthin zurückführen, wo es einmal angefangen hatte: in die erste Liga. Zwar gerade erst aus der Dritten aufgestiegen, waren die Spanier schnell die effektivsten der Liga. In der Rückrunde gab es dann eine herrliche Jagd nach vorne, auch in der letzten Runde konnten noch 12 Punkte geholt werden. Aber das gelang Herfölge und Bodö-Glimt auch. Beim 4:5 in Herfölge entschied sich das Schicksal der Spanier. Ähnlich im Aufstiegskampf der letzten Tage unter die Räder gekommen ist Martin Schulz von Knatterätä Rejkjavik. 6 Punkte am Ende nur für die Isländer, mit bitteren Niederlagen in Bodö und La Coruna. Das reichte nicht. Alle anderen Clubs konnten sowieso nicht mehr nennenswert in den Aufstiegskampf eingreifen. Altmeister und Erstliga-Absteiger Mailand liegt schon 8 Punkte hinter den Aufstiegsrängen auf Platz 6, Nice, Cagliari und Elche noch weiter abgeschlagen.

Glückliche Gesichter von Mainz bis Osnabrück
Keine große Aufgregung in Mainz und Glasgow: Platz 10 und 11 waren ein sicheres Polster und der Abstieg in weiter Ferne. Besonders erleichternd kam das für die lange Krisengeschütterten Glaswegians. Punktgleich mit Celtic schon Sparta Prag. Moritz Wagner konnte die Pechsträhne abstreichen und mit klasse Ergebnissen 12 Punkte erkämpfen. Die Opfer waren gleich drei weitere abstiegsgefährdete Clubs: Dortmund, Osnabrück und Frankfurt. Mit zwei 6:0-Siegen über Frankfurt und Mainz konnte sich auch Dirk Richter vom FC Malaga in der Liga halten, auch wenn es am Ende noch einen Platz nach unten ging. Lange angezählt und zuletzt Tabellenführer von unten war Borussia Dortmund. Alle anderen Spiele als das gegen Prag konnte Stefan Seck aber souverän gewinnen und so am 32. Spieltag die Abstiegsplätze nach langem mal wieder verlassen. Großer Jubel also bei den Fans in Dortmund, aber auch in Osnabrück. 6 Punkte reichten an der Bremer Brücke zum Klassenerhalt.

3 ganz klare Absteiger
Ja, was war das denn? Am 27. Spieltag waren die Plätze 10 bis 18 noch auf fünf Punkte zusammen. Soviele trennen am Ende den Abstieg vom Klassenerhalt. Zwei Punkte holten die Absteiger an den letzten fünf Spieltagen - zusammen! Und die auch noch ausgerechnet im dramatischen Kellerknüller Frankfurt gegen München, der für beide Seiten desaströs mit 5:5 endete. Die Frankfurter beenden damit eine konstante Talfahrt, die mal auf Platz eins began, wohin gegen 1860 nur an vier Spieltagen nicht auf einem Abstiegsplatz war. Fast nie sah man dort aber den VfB Stuttgart. Mit keinem einzigen Punkt in den letzten fünf Tagen war die Klasse aber nicht zu halten und am Ende hieß es sogar Platz 18. Trainer Lerch kündete postwendend seinen Rücktritt aus dem Geschäft an. Als heiße Kandidaten für den Stuttgarter Neuanfang gelten Andreas Braun und Jochen Müller, deren Vereinen nach sportlichem Abstieg aus der dritten Liga die Lizenz entzogen wurde.

Vermutlich LL-Wechsel
Nicht nur drei weitere Grüdungs- und Dauerclubs der zweiten Liga (es bleiben dann nur noch Glasgow und Dortmund) sondern auch ich werde vermutlich mal wieder gehen. Ich hatte Matthias meinen Rückzug zur Rückrunde der nächsten Saison schon angekündigt, aber mit dem Aufstieg von Stefan Unger wird es wohl sowieso eine Umschichtung bei den LLs geben. Also mal sehen, wer hier am ersten Tag der neuen Saison Hallo sagt.

Viel Spaß weiterhin!

Euer LL Arne.

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