3. Liga - Saison 2008 / 2

Und schon wieder eine Saison vorbei...

Hallo zusammen,

alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei, jawoll mein Schatz, es ist vorbei.

Paderborn jagte die Liga 3 durch die Saison, dominierte sie über zig Spieltage hinweg, wurde Herbstmeister, stieg sehr früh auf und... wurde - man wollte fast sagen: natürlich - auch Meister. Trainer Michael Ameis gebührt größter Respekt.

Dahinter starteten die Spielfreunde aus Siegen. Nun kann man ja über den verschlafensten Teil der Welt sagen, was man will, aber wie die Underdogs sich geschlagen haben, auch das nicht schlecht. Nach einem Heimsieg gegen den Meister, einem Auswärtssieg in Cottbus, einem weiteren Heimsieg gegen Monaco und einer Niederlage zu Hause gegen Wickie reichte zum Schluss ein lockeres 1:0 gegen die Geißböcke aus Köln, um ebenfalls den Aufstieg komplett zu machen. Glückwunsch, Trainer Happich.

Auf den dritten Aufstiegsplatz machten sich mit Arsenal London, Malaga, Werder, Osnabrück und Wien gleich 5 Vereine Hoffnung. Da Osnabrück keine Auswärtsspiele mehr gewinnen konnte und der Abstand Wiens zu Platz 3 doch recht groß war, war es schließlich keine Überraschung, dass diese beiden es nicht schafften.
Zur Erinnerung: In den Spieltag startete Arsenal mit 51 Punkten und 5 Punkten Vorsprung auf Malaga, die hatten 46, dahinter Werder mit 45 Punkten. Gleich an Spieltag 30 trat Arsenal in Köln an. Und beide Vereine - Köln stand das Wasser wegen des noch möglichen Abstiegs an der Oberkante Unterlippe - hoppelten sich zu einem für beide zunächst recht sinnlosen 2:2. Und damit war das Auswärtskonto Londons erschöpft. Am selben Spieltag holten Bremen und Malaga je 3 Zähler und verkürzten so den Abstand auf 3 bzw. 4 Punkte. Da London aber noch zweimal auswärts antreten musste, waren die Engländer ebenfalls raus aus dem Rennen.
Und dann kamen die traurigen Tage der Bremer: Am 31. Spieltag mussten die Nordlichter nach Prag. Und verloren dort knapp aber gerecht 2:3. Zur gleichen Zeit schossen sich die Spanier gegen 1860 München mit 3:1 nahe an den Traum vom Aufstieg.
Am 32. Spieltag empfingen die Malaganerianer die Prager, die sich mit 0:1 kampflos ergaben. Da Bremen erneut bei enem heiß umkämpften 3:4 gegen Hannover den Kürzeren zog, hatte Malaga nach diesem Spieltag und somit bei noch zu vergebenden 6 Punkten 7 Punkte Vorsprung auf Bremen. Und war somit aufgestiegen. Herzlichen Glückwunsch also auch an Trainer Gegenheimer.
Im übrigen wurden die Skeptiker der Liga wieder einmal bestätigt. Was sich in Bremen ereignet hatte, dürfte locker in die Kategorie Strohfeuer passen, denn abschließend reichte es (mal wieder) nur für das Niemandsland der Liga - Platz 6 war es am Ende - nicht, dass sich andere Vereine solche Ergebnisse nicht wünschen würden, aber für einen Hammann...

Am Tabellenende mussten neben den quasi aufgrund eines unglaublichen Missverständnisses zu Saisonbeginn zum Abstieg verdammten Nürnbergern, die aber tapfer kämpften, vor allen Dingen Eindhoven, Prag, Köln, 1860 und Monaco um das eigene Überleben fürchten. Wie berichtet, gelangen Prag überraschend viele Siege, die vergessen wir an dieser Stelle einfach, die flüchteten sich viel zu schnell ins Grau der Liga. Beeindruckend aber, was dahinter kam. Nennen wir es Versuche, die geringst mögliche Anzahl an Punkten zu erreichen. Jedenfalls das offenbar das Motto sowohl in Köln als auch in Eindhoven. Dass letztere aufgrund der mehr als nur beschränkten Möglichkeiten auswärts nichts mehr holen würden, war jedoch schon früh klar, und so stürzten die Holländer und die Rheinländer dem Fanal mit großer Geschwindigkeit entgegen.

Ergebnis: 30. Spieltag:
Köln - Arsenal: 2:2
Eindhoven - Prag 2:3.

31. Spieltag: Paderborn - Köln: 2:1
Hannover - Eindhoven: 1:0

32. Spieltag:
Köln - Cottbus: 3:3
Eindhoven - Arsenal: 1:0

33. Spieltag:
Monaco - Köln: 2:3
Paderborn - Eindhoven: 2:0

34. Spieltag:
Köln - Siegen: 0:1
Eindhoven - Cottbus: 4:1

Also zusammen: Köln 5 Punkte, Eindhoven 6 Punkte. War Köln damit abgestiegen?
Nein, denn wie es immer ist im Leben, so richtig dumm läuft es erst, wenn Du ganz unten bist. Und unter Köln starteten noch 1860 und Monaco. Und bei denen lief auch zum Schluss gar nichts mehr rund: Während 1860 aus den letzten 5 Spielen 3 Punkte holte, waren es derer bei Monaco 0 (in Worten: Null). Und damit verabschieden wir uns an dieser Stelle mit einem freundlichen Hasta la vista von Nürnberg, 1860 und Monaco.

So, das war es wieder einmal. Wer sich noch nicht rückgemeldet hat, mag das jetzt nachholen.

Gruß

René

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