1. Liga - Saison 2015 / 1

Neuer Liga42-Meister ist...

Mal schauen...

Die Ausgangslage am 29. Spieltag: Arminias Trainer Rudorf träumt nach der versemmelten letzten Saison davon, an die Triumpfe der Vorjahre anzuknüpfen: Bielefeld geht mit 2 Punkten Vorsprung vor Happichs Sportfreunden aus Siegen in die letzten fünf Spieltagen.

30. Spieltag: Die Sportfreunde machen gegen desolate Amsterdamer Kicker alles richtig. Trainer Happich lässt offensiv spielen, schon nach 5 Minuten steht es 3:0, Ajax bricht zusammen, am Ende heißt es 5:0 für Siegen. Ähnliches Konzept für Bielefeld gegen die Nachbarn aus Duisburg: Rudorf mit vier Stürmern, Zack, zack, zack und doppelzack - 5:0 zur Halbzeit. Später wird berichtet, dass in der Pause in Schampus gebadet wurde. Oder in Jägermeister. - Arminia jedenfalls beim Wiederanpfiff nicht wiederzuerkennen. Die Stürmer torkeln, der Torwart wankt. Tor um Tor holt der MSV auf. In der 71. Minute fällt das 5:5. Rudorf in diesem Moment schon bedient, verlässt das Stadion und verpasst die letzten drei Gegentore. Nach dem Desaster liegt die Arminia mit einem Punkt Rückstand auf Siegen auf Platz 2 der Liga. Der KSC auf Platz 3 hält mit einem glücklichen 1:0 gegen Kaiserslautern den Anschluss.

31. Spieltag: Siegen und Arminia auswärts. Die Sportfreunde nach der Gala gegen Amsterdam diesmal in Kaiserslautern und völlig durch den Wind. 0:4 wird die Partie verloren. DIE Chance für Bielefeld, verlorene Reputation und Punkte zurückzuholen. Aber ideen- und kraftlos wird die Partie gegen Bodö mit 0:2 abgegeben. Auch der KSC verratzt sein Spiel. Die Kandidaten an der Tabellenspitze schwächeln.

32. Spieltag: Siegen zuhause gegen den KSC. Die Hitze flirrt. 40 Grad. Zur Halbzeit steht es 0:0. Siegen braucht mehr, investiert mehr, aber ein Tor will nicht fallen. Als keiner mehr damit rechnet, Elfmeter für Siegen in der 90. Minute. Libero Mattschuss kommt zu Fall, tritt selbst an und schießt sein Team in Führung. In der Nachspielzeit fällt sogar noch das 2:0. Der KSC damit entgültig raus aus dem Titelrennen. Die Sportfreunde schauen auf die Anzeigetafel. Dort glaubt man seinen Augen nicht: 1:5 steht es im Spiel Bielefeld gegen die Rübenholzer aus Reykjavik. Siegen damit zwei Spieltage vor dem Ende fast am Ziel, mit 4 Punkten Vorsprung auf Tabellenplatz 1. Was sonst noch geschah? Bodö im Torrausch. Algen geraucht? Jedenfalls wird Duisburg 9:0 in den Boden gespielt - der höchste Sieg der Saison geht an Trainer Unger.

33. Spieltag: Heimspiel für die Sportfreunde. Gegner: das demoralisierte Duisburg. Oder mit Trotzreaktion? Trainer Happich greift tief in die Fussball-Trickkiste, lässt sein Team die Hammannsche Angriffstriangel spielen. Da bleibt der Erfolg nicht aus. Schon nach 8 Minuten Jubel in Siegen: 1:0 durch den zentralen Hypothenusenstürmer. Humorlos fallen in den nächsten Minuten die Tore zwei, drei und vier. Die Partie ist früh entschieden. Die Fans jubeln. Da fällt noch das 5:0. - Siegen ist Ligameister!!!

Bielefeld hingegen verliert seine beiden letzten Partien und muss am letzten Spieltag sogar noch den FC Liverpool an sich vorbeiziehen lassen.

Abstieg: Das Tabellenende nach dem 33. Spieltag: Jenseits aller Hoffnung krebst Düsseldorfs Fortuna mit 36 Punkten abgeschlagen und hoffnungslos auf dem letzten Platz. Davor wird's eng: Schaffhausen mit 39 Punkten und Heimspiel auf Platz 17. Davor Ajax und Hansa mit 40 Punkten, aber auswärts. Sorgen noch bei Kaiserslautern mit 42 Punkten (Auswärtsspiel) und Knatterdings (43 Punkte, ebenfalls Auswärtsspiel). So geht's in den letzten Spieltag: Schaffhausen gegen Mitkonkurrenten Kaiserslautern. - 0:1 zur Halbzeit, Kaiserslautern fast gerettet! Hansa gegen Bielefeld 2:1. Ajax führt 1:0 in Frankfurt und Knatterdings liegt beim MSV schon mit 0:4 im Rückstand. Zur Halbzeit sind Schaffhausen (39 Punkte) und Ajax (43 Punkte, -16 Tore) abgestiegen. Hansa (43 Punkte, -15 Tore), Knatter (43, -7) und Lautern (45 Punkte) auf den sicheren Plätzen.

Zweite Halbzeit: Schaffhausen famos mit Doppelschlag 2:1 gegen Lautern in Führung. Die wehren sich. Päng, Pong, Popp. Die Tore fallen auf beiden Seiten, der Rhein brennt. 4:4 steht's in der 90. Minute. Auch auf den anderen Plätzen wird alles gegeben: Ajax gewinnt 3:0 - gerettet. Knatterdings versemmelt gegen den MSV mit 4:8 - egal. Hansa siegt auf der Alm mit 6:4. Aber dennoch abgestiegen. Es sei denn, Lautern fängt noch ein Tor in Schaffhausen. Dort gibt es 14 Minuten Nachspielzeit. Trainer Oschmiansky gibt letzte Anweisungen. Lautern mit 11 Mann im eigenen Strafraum. Die holzen die Pille auf und über die Tribüne, wann immer es geht. Dann kommt es, wie es kommen musste: Schuß aus dem Rückraum, ein Lauterner Abwehrspieler fälscht noch ab und die Kugel bullert ins Tor! Lautern am Boden. Schaffhausens Trainer Blakowski lässt sich feiern! - Bis die Endstände aus den anderen Stadien die Runde machen und sich Entsetzen breit macht. Beiden Teams fehlt ein Pünktchen zum Nichtabstieg. Der ganze Kampf... umsonst. Auf Wiedersehen in Liga 2.

... und Glückwunsch an die Sportfreunde! Coole Taktik! LL Dirk

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